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Muskelverspannung & Rückenschmerzen

In meinen Befindlichkeitsgesprächen vor den Anwendungen kommt es immer wieder zu Fragen von Schmerzen und Verspannungen wie selbige entstehen oder präventiv entgegengewirkt werden kann. Die folgenden Hinweise stellen keine Diagnosen dar oder ersetzen gute Facharztbesuche.

Was sind verklebte Muskeln und spürbare „Knuppel“ im Gewebe?

Wenn Muskeln verkleben, sind starke Schmerzen die unangenehme Folge. Die Symptomatik ist weit verbreitet und wird mit den gängigen Diagnosemethoden oftmals nicht sofort erkannt. Im folgenden Text werden Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten genannt.

Muskulatur des Menschen

Die menschliche Muskulatur wird in die quergestreifte und die glatte Muskulatur eingeteilt. Die quergestreifte Muskulatur unterteilt man wiederum in Skelettmuskulatur und Herzmuskulatur. Mit den Begriffen „quergestreift“ und „glatt“ ist der innere Aufbau der Muskeln oder der Muskelfasern gemeint.

Während der Mensch quergestreifte Muskeln durch seinen Willen beeinflussen kann, ist dies bei der glatten Muskulatur nicht möglich. Das heißt, dass man zum Beispiel seine Arme oder seine Beine gezielt bewegen kann, wohingegen sich die Muskeln für die Darmbewegungen nicht steuern lassen.

Eine Ausnahmestellung hat die Herzmuskulatur. Diese ist wie die quergestreifte Muskulatur aufgebaut, aber autark. Daher ist es nicht möglich, den Herzschlag willentlich zu beeinflussen. Die Muskeln, die für die Bewegungen des Körpers zuständig sind und vom Menschen gesteuert werden, zählen zur Skelettmuskulatur.

Kommt es zu einer Muskelverklebung, betrifft dies in der Regel die Skelettmuskeln.

Skelettmuskulatur

Zusammengesetzt werden die Skelettmuskeln aus den Muskelfasern. Ein Zusammenschluss von mehreren Muskelfasern bezeichnet man als Muskelbündel, während mehrere Muskelbündel wiederum einen Muskel bilden.

Umhüllt werden die einzelnen Muskeln von einer Faszie. Dabei handelt es sich um eine dünne Schicht aus Bindegewebe. Von den Faszien werden sämtliche Muskeln voneinander abgegrenzt. Auf diese Weise können die Muskeln bei der Ausführung von Bewegungen aneinander vorbeigleiten.

Zwischen den Faszien und den Muskeln gibt es einen Zwischenraum, der ein wenig Gewebeflüssigkeit beinhaltet, die man als Lymphe bezeichnet.

Warum? – Darum verkleben Muskeln überhaupt.

Faszien bestehen aus netzartigem Bindegewebe und umhüllen Muskeln, Organe, Knochen, Sehnen, Bänder und Gefäße. Nach der Haut ist das Fasziengewebe das größte menschliche Organ und erfüllt wichtige Funktionen im Körper.

Das Fasziengewebe gibt dem Körper Stabilität. Es sorgt dafür, dass wir aufrecht stehen können. Faszien halten alle Organe an Ort und Stelle, geben aber die nötige Flexibilität, dass Bewegungen verletzungsfrei möglich sind. Sie sorgen dafür, dass Muskeln sich bewegen können, ohne aneinander zu reiben. 

Neben der Formgebung und Bindefunktion sind Faszien noch an vielen anderen Aufgaben wie Wasserspeicherung, Bildung von Fresszellen für das Immunsystem und Nährstofftransport beteiligt.

Damit die Stabilität und Elastizität der Faszien erhalten bleibt, ist ausreichend Bewegung unabdinglich. Bei längerem Bewegungsmangel und schlechter Körperhaltung kann es dazu kommen, dass der Lymphfluss ins stocken gerät.

Die Lymphgefäße transportieren täglich bis zu zwei Liter gelblich-weiße Zwischenzellflüssigkeit in das Venensystem. Mit dieser sogenannten Lymphe werden abgestorbene Zellen, Eiweiß- und Fremdkörper, Bakterien, Fette und Stoffwechselendprodukte abgeleitet. Sie filtern Mikroorganismen und giftige Stoffe heraus und vernichten diese – haben also eine Reinigungsfunktion.

Die Folge ist eine Anreicherung des körpereigenen Klebstoffs Fibrin, der normalerweise zur Wundheilung gebraucht wird. Eine zu hohe Konzentration des Stoffs sorgt für eine Verklebung.

Durch die Verklebung wird die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Muskeln eingeschränkt. Außerdem können dadurch Nerven gequetscht werden, was sich in starken Schmerzen äußert. Diese können Sie meist nicht punktuell, sondern großflächig spüren. 

Schreitet der Prozess voran, kann es zu einer Verhärtung des Bindegewebes kommen, was die Bewegungsmöglichkeit der Muskeln immer weiter einschränkt und Bewegungen noch schmerzhafter macht.

Auch Dauerstress kann dazu führen, dass sich Fasziengewebe verhärtet. Durch freigesetzte Hormone werden die Faszien dauerhaft in Spannung gehalten, wodurch ähnliche Effekte wie bei Bewegungsmangel auftreten können.

Behandlung einer Muskelverklebung

Um Muskelverklebungen wieder zu lösen, ist es wichtig, die Muskeln zu entspannen und zu lockern. Als hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten gelten Massagen sowie feuchte Wärmeanwendungen wie zum Beispiel Fangopackungen.

Mitunter ist auch die Einnahme von Medikamenten sinnvoll. Diese bewirken eine vorübergehende Entspannung der Skelettmuskulatur. Sollten jedoch unbedingt zuvor ärztlich abgeklärt werden.

In hartnäckigen Fällen kann eine Behandlung durch einen Therapeuten erfolgen. Der Therapeut überprüft manuell, wie weit sich die Faszien verschieben lassen. Außerdem wendet er spezielle Techniken an, mit denen er die Beweglichkeit der Faszien verbessert.

Entspannung auf der emotionalen Ebene kann gerade bei Dauerstress hilfreich sein. Eine Ursachenbehandlung wie es die Psychobionik und die Hypnotherapie bewirkt kann auf einer ganz anderen Ebene erfolgen als auf der wo der körperliche Schmerz sich äußer.


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